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Schlagwort: Blogger Deutschland

Diy Esstisch selber bauen

Diy Esstisch

Essen ist für mich eines der tollsten Dinge. Da dies auch auf einem anständigen Tisch stattfinden sollte, habe ich nun endlich meinen Blogpost über unserern Diy-Holz-Esstisch für euch parat. Wie ihr ganz easy (ohne eine Schreinerwerkstatt) einen Tisch selbst bauen könnt, zeige ich euch in Bild und Schrift. Ein kleines sorry für die teilweise etwas schlechtere Bildqualität, da ich die meisten Fotos mit dem Iphone geschossen habe.

Da wir schon seit Längerem auf der Suche nach einem schönen Holztisch waren, sind wir immer wieder bei den Modellen mit dicker Holzplatte, der Rand „naturbelassen“ plus schwarzes Eisen-Tischgestell gelandet. Bei Preisen von ab 1500 Euro wäre dies jedoch eine große Investition, die wir ungern in Kauf nehmen wollten.  Daraufhin kam meinem Freund die zündende Idee das ganze einfach mal selbst zu probieren. Ich war anfangs etwas skeptisch, da in diversen You Tube Videos immer mit Werkzeugen in einer Schreinerei gearbeitet wurde. Ich warf alle Zweifel über Bord und wir gingen zum Holzhändler unserers Vertrauens und liesen uns zwecks des Holzes beraten.

Letztendlich haben wir uns für Fichte entschieden. Bestellt haben wir 2 Bretter, da wir den Tisch zu Transportzwecken gerne immer wieder easy auseinander bauen wollten. Wobei es wahrscheinlich sowieso keinen Baumstamm gibt, der unseren gewünschten Maße hätte, da bin ich allerdings kein Experte. Holz war bestellt und mit einem Preis von 70 Euro meiner Meinung nach absolut ok. Unser Holz für den Tisch haben wir 170cm lang, 80cm breit (2x 40cm) und 10cm dick geordert und mussten ca 6 Wochen warten bis wir den Anruf bekamen um es abzuholen.

  

Die natürliche Form des Baumes wollten wir auf jeden Fall beibehalten, daher bekamen wir unsere Holzbretter teilweise noch mit Rinde. Das Sägewerk hat bereits den ersten Abschliff der Oberflächen getätigt, sodass keine Spreißelgefahr bestand.

Wir (damit meine ich hauptsächlich Willy) entfernten die überflüssige Rinde und schleiften anschließend alles mit einem Handschleifgerät glatt.

    

Da die ganze Aktion doch sehr viel Dreck und Staub verursacht ist es super, das Ganze in einer Garage, Halle oder Ähnliches zu veranstalten. Wir haben die Abstellhalle meines Opas genutzt, da wir in der Stadt leider keine Möglichkeit hatten den Tisch aufzustellen und zu bearbeiten.

   

     

Nun geht es an die Kernaufgabe, schleifen, schleifen und nochmals schleifen. Wir haben unterschiedliche Varianten getestet. Vom Schleifen von Hand bis zum Nutzen der elektrischen Schleifmaschine mit unterschiedlichsten Schleifpapieren, erlaubt ist alles was glatt macht. Plant auf jeden Fall ca 3 Stunden ein um die Oberfläche so glatt wie möglich zu bekommen.

     Massivholztisch selfmade

Zur Befestigung der Bretter miteinander, werden auf der Rückseite des Tisches mit einem Holzbohraufsatz runde Löcher ins Holz gebohrt. Bis ca die Hälfte der Dicke erreicht ist. Die Löcher müssen parallel auf beiden Teilen der Tischplatte gebohrt werden. Je größer der Holzaufsatz ist desto einfacher ist es später, die Schraub-Konstruktion zu befestigen. Um Stabilität zu gewährleisten, sollten die Löcher jeweils paarweise in der Mitte und an den Enden der Bretter aus dem Holz entfernt werden.  Um die 2 Teile später miteinander verbinden zu können, müssen zusätzlich in die ausgebohrten Kreise (am besten von der Verbingsfläche, also der glatten Fläche ausgehend) eine Art Verbindungsgang für die Schraube geschaffen werden. Dieses wird ebenfalls mit einem Holzbohrer geschaffen. Die genaue Befestigung seht ihr auf dem  unteren Bild, damit ihr eine Vorstellung hat, wie es später befestigt wird.

Um den Tisch vor Flüssigkeit etc zu schützen, muss er mit einer Schicht Lack überzogen werden. Ich habe auch schon gehört, dass die Behandlung mit Öl auch vor Flecken schützen soll und das Holz besser „atmen“ kann. Wir haben uns auf Empfehlung der Verkäuferin für Lack entschieden um das doch sehr helle Holz bestens zu schützen. Ihr solltet darauf achten, dass der Lack gleichmäßig mit einer Rolle aufgetragen wird.

Nachdem der Tisch getrocknet und in die Wohnung getragen ist, geht es an die Befestigung. Willy hat dazu eine lange Schraube in den vorher geschaffenen „Verbindungsgang“ zwischen beiden Brettern eingefügt. Dies sollte gleichzeitig mit allen 3 bzw. 6 gebohrten Kreisen und ihren Verbindungsgängen passieren. Die passende „Mutter“ aufschrauben und fixieren. Tadaaa, schon ist die Tischplatte fertig und wir kommen zu den Tischbeinen.

   

 

    how to make a selfmade table

Die Tischbeine haben wir uns bei Etsy anfertigen lassen, da wir eine besonder Höhe zwecks der sehr dicken Holzplatte benötigten. Ebay wie auch Etsy bietet sehr viele Anbieter dieser Tischgestelle. Man hat die Wahl zwischen unterschiedlichen Formen und Farben. Das Anbringen ist eine Kleinigkeit, da die Gestelle bereits Löcher zur Befestigung haben.

Diese Materialien benötigt ihr:

So das wars auch schon. Eigentlich doch garnicht sooo schwer oder was meint ihr?

Für schlappe 250 Euro ist unser Projekt „selfmade Tisch“ meiner Meinung nach sowas von geglückt. Er ist zwar nicht perfekt wie aus dem Möbelhaus, aber das spricht ja für ihn. Ich freue mich jedenfalls jeden Tag aufs Neue und bin mega happy. Falls ihr noch Fragen habt, gerne her damit. Ich wünsche euch eine schöne Restwoche! xx Steffi

 

Do it yourself Massivholztisch

Esstisch selber bauen

 

 

 

 

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1 Comment

Traveldiary Marrakesch

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Seit 2 Wochen sind wir (Raffi, Freundin und Travelpartner und ich) plus 2 Beni Ourain Teppiche nun wieder zurück aus Marrakesch. Kennt ihr das wenn man sich vorab schon ein gewisses Bild von einem Ort (dank Instagram) gemacht hat? Genau so ging es mir. Marrakesch stand schon lange auf meiner „muss ich unbedingt mal hin“ Liste. Relativ spontan haben meine Freundin Raffi und ich, dank eines günstigen Fluges und gemeinsamem Urlaub, beschlossen wir fliegen nach Marrakesch.
Geflogen sind wir ab München mit Transavia einer holländischen Günstig-Airline nonstop für 130 Euro, was ein echtes Schnäppchen war. Der Flug war (bis auf ein paar Turbulenzen) angenehm und das Flugpersonal sehr freundlich. Es wird allerdings penibel beim Einchecken/ Gepäckabgabe darauf geachtet, dass man nicht mehr als ein Handgepäckstück dabei hat.

Im Vorfeld habe ich mich intensiv durch diverse Riads, das sind kleine Gästehäuser hinter den Mauern Marrakeschs verborgen, bei TripAdvisor und Traveldiarys geklickt um die passende Unterkunft für uns zu finden. Da wir auf jeden Fall das „echte“ Marrakesch kennenlernen wollten sind die großen Hotels ausgeschieden und ich habe mich schlussendlich für das Riad Charme d´Orient mitten in der Medina entschieden.

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Ich kann es wirklich nur empfehlen. Das Preis-Leistung-Verhältnis war wirklich super und Laurence, die Besitzerin total herzlich und hat uns super Tipps gegeben. Den Transport hat sie für uns im Vorfeld organisiert. Nicht so günstig wie die normalen Taxifahrten, dafür sind wir mit ganzen Türen und funktionierenden Sicherheitsgurten (was die einzigen Male war :)) transportiert worden.

Da wir erst abends gelandet sind und ziemlich hungrig waren sind wir nur noch auf einen frisch gepressten Orangensaft zum Djem El Fna gezogen und haben dabei den wohl schönsten Sonnenuntergang erlebt. Unser Riad lag sehr zentral, sodass wir nach ca 5 Minuten Fußmarsch mitten im Geschehen waren.

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Egal um welche Uhrzeit man auf den Mittelpunkt der Medina trifft, es ist immer viel los, besonders aber wenn es dunkel wird. Man wird von allen Seiten bedrängt doch etwas zu essen, sich Henna aufmalen zu lassen oder einen O-Saft zu trinken, was teilweise wirklich am Nervenkostüm nagt. Gegessen haben wir auf dem Markt eine vegetarische Tajine (nicht wirklich gut). Anschließend tranken wir noch einen frisch gepressten O-Saft für 40 Cent, der ab dato zum täglichen Ritual wurde.

Den ersten Kulturschock verdaut, ging es für uns am nächsten Morgen bei 20 Grad erstmal die Touri Hot Spots abklappern. Marrakesch ist wirklich sehr übersichtlich und man kann alles zu Fuß erreichen. Je weiter man sich von den Touristengebieten entfernt, desto ärmer wird es. Marrakesch umfasst neben der Medina in der alles sehr ärmlich und hektisch ist auch noch die „Neustadt“ im Westen Marrakeschs, in der es sehr europäisch zugeht.

Da ich es leider nicht so mit dem Kartenlesen habe, sind wir nach einer gefühlten Ewigkeitswanderung auch endlich in dem von Laurence vorgeschlagenen Einkaufscenter „Menara Mall“ angekommen und haben auf der Dachterasse bei einer stärkenden Mahlzeit und einer kalten Cola die Aussicht auf Marrakesch und das Atlasgebirge genossen.

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Frisch gestärkt haben wir noch einen Abstecher ins LaMammounia, das wohl schönste 1001 Nacht Hotel auf der Welt gemacht. Da wir erst überlegt hatten eine Nacht dort zu übernachten uns dann allerdings doch dagegen entschieden haben, wollten wir es uns nicht nehmen lassen dort zumindest mal vorbeizuschauen, Fotos zu machen und den wunderschön angelegten Garten zu bestaunen. Für mich Kakteenliebhaberin ein echtes Träumchen?

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Die Moschee Kontoubia ist ein guter Orientierungspunkt in Marrakesch den wir uns leider nur von außen anschauen konnten, da man nur als Muslim Zugang hat.

Gegessen haben wir unter anderem im Café des Epices, dass neben gutem Essen einen tollen Ausblick auf den Place des Epices hat. Außerdem empfehlen kann ich …

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…das Nomad, liegt gleich gegenüber

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… und das Atay.

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Zum Essen muss ich sagen, die Marokkaner mögen es gerne sehr süß. Marokkanischer Pfefferminztee war für uns teilweise untrinkbar wegen Zuckerüberladung (und ich trinke gerne süß). Dafür wird am Essen an Salz gespart.

Da Raffi eine Glutenunverträglichkeit hat, musste sie teilweise auf Salat ausweichen, was trotz Vorwarnungen in Marokko nichts Rohes zu essen, absolut kein Problem war.

Zu Marrakesch gehören natürlich auch ganz klar die Souks. In den engen Gassen peitschen Mofafahrer, Esel und andere Transportmittel nur so an einem vorbei. Jeder Händler hat etwas das unbedingt gekauft werden muss und ins Land von Schweinsteiger, Müller und Co gebracht werden soll.

Ein kleiner Tipp ist: erstmal alles auf sich wirken zu lassen, denn Dinge wie Poufs, Teekannen, Babouches, Teppiche usw wiederholen sich mehrfach.

Handeln gehört in Marokko zur Kultur und ist hier definitiv Pflicht. Jeder Händler hat seine Schmerzgrenze unter die er auf keinen Fall verkauft. Uns sind einige Male die Händler hinterhergelaufen um schlussendlich doch noch ein Geschäft zu machen oder man wird verflucht falls man doch nichts kaufen möchte oder der Preis zu niedrig war:). Das ist völlig normal. Die Hälfte kann man grundsätzlich immer runterhandeln, meistens ist sogar noch mehr Spielraum.

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Da ich mir schon vor Reiseantritt überlegt hatte die Gelegenheit im Land der Teppiche zu nutzen um einen Original Beni Ourain zu kaufen, haben wir Tag 3 komplett damit verbracht einen perfekten und ein Original zu finden. Darüber werde ich allerdings nochmal einen extra Post schreiben.

Da ich auf Instagram schon einige wunderschöne Bilder aus dem Jardin Majorelle, auch als Garten von Yves Saint Laurent bekannt, gesehen hatte stand dies natürlich ganz oben auf der To Do-Liste. Der in den 80ern von Laurent übernommene und wiederhergestellte Garten ist ein absolutes Kakteenparadies. Auf dem Gelände befindet sich noch ein Café, eine kleine Bilderausstellung, ein Buchladen und ein Shop in dem ich einfach alles hätte kaufen können. Da die Preise übertrieben überteuert waren, habe ich das lieber gelassen:).

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Zum Dresscode kann ich sagen, dass wir immer darauf geachtet haben Schultern und Knie zu bedecken. Wobei auch wir trotz bedeckten Klamotten von den einheimischen Männern angesprochen wurden. Da wir 2 Mädels ohne Boys unterwegs waren, haben wir uns einfach wohler gefühlt, so gut es ging bei den immer wärmer werdenden Temperaturen, alles zu bedecken. So habe ich mir über mein Jeanskleid von Zara noch eine Culotte ebenfalls von Zara gezogen.

Birkenstocks bzw meine Isabel Marant Schuhe waren das perfekte Schuhwerk, da die Straßen nicht im besten Zustand sind und die „Birkis“ alles mitmachen.

Vom Garten sind wir in Marrakeschs Neustadt gelaufen, was zu Fuß ca 20 Minuten entfernt war. Dort angekommen sind wir erstmal ins nächstgelegene höchste Hotel und hatten eine tolle Aussicht über die Stadt und die teuerste Cola unseres Aufenthaltes.

Die „Neustadt“ zeigt ein ganz anderes Bild von Marrakesch als die „Medina“. Dieser Teil der Stadt ist sehr modern und europäisch. Neben H&M, Zara, Starbucks und Co wurden hier die Esel und Kutschen gegen Autos aus dem Luxussegment getauscht.

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Für den Rückweg in die Medina haben wir uns fürs Taxi entschieden. Taxifahren ist in Marrakesch sehr günstig, trotzdem vorher schon einen Preis aushandeln bevor man einsteigt. Touristen werden überall gerne übers Ohr gehauen.

Für uns stand an diesem Tag noch die Koranschule Medersa Ben Youssef auf dem Programm. Es lohnt sich auf jeden Fall diese anzuschauen. Die marokkanische Architektur ist wunderschön. Ich sag nur #ihavethisthingswithfloors?

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Anschließend haben wir uns östlich in den Gassen etwas treiben lassen und sind so in einem Stadtteil ziemlich weit außerhalb der Souks gelandet wo es so garnicht touristisch war und wir die einzigen Touristen weit und breit waren. Das hat man hauptsächlich daran gemerkt, dass wir nicht einmal angesprochen wurden und wir so das echte Leben und Treiben der Einheimischen bestaunen konnten. Ich habe mich zwar nicht wirklich getraut Fotos zu schießen, aber ich bin sehr froh alle Teile Marrakeschs gesehen zu haben.

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Die letzten Stunden vor Abflug zurück die Heimat haben wir dazu genutzt uns noch den Palais Bahia …

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… und die Ruinen des El Badi Palastes zu besuchen. Auf den Mauern nisten einige Störche, die so zum Wahrzeichen des ehemaligen Palastes geworden sind.

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4 Tage reichen völlig aus um die wichtigsten Sachen in Marrakesch zu begutachten. Falls man noch einen Ausflug ins Atlas-Gebirge machen möchte, sollte man entweder keinen Teppich kaufen wollen?, oder noch einen Tag dranhängen. Wir hatten ursprünglich auch geplant zu den Ziegen auf den Arganöl-Bäumen zu fahren. Leider mussten wir erfahren, dass dies nur eine Touristenattraktion ist und die Ziegen jeden Morgen extra dort hingebracht werden, damit die Touristen Fotos machen können. Da wir dies nicht unbedingt gut fanden, wollten wir es auch nicht unterstützen und haben es weggelassen.

Alles in allem waren es ganz tolle 4 Tage. Marrakesch ist auf jeden Fall eine Reise wert. Danke auch nochmal an dich liebe Freundin für die tolle Zeit!

Bei Fragen könnt Ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen.

xo Steffi

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